Roadtrip USA – Teil 2: Landschaftswunder Yosemite

Auf geht es zur Woche 2 unseres Roadtrips durch den Westen der USA, was bisher geschah erfahrt ihr hier.

Tag 8: Auf geht es in den Yosemite National Park. Dazu haben wir noch einiges an Strecke zu machen aber sobald wir in Nähe des Nationalparks kommen, genießen wir die Ausblicke. Nachmittags kommen wir an, überfallen erstmal das Visitor Center im Yosemite Valley und machen uns auf zu unserem ersten Sunset Hike. Dazu müssen wir noch eine Stunde fahren, wieder aus dem Tal raus und in Richtung Glacier Point. Wir stratzen fix auf den Sentinal Dome, ein kurzer, durchaus anstrengender, aber gut machbarer Aufstieg und werden vom Blick umgehauen. Von hier hat man einen 360 Grad Blick, der die beiden Highlights des Parks, den Half Dome und den El Capitan umfasst. Wir genießen den Sonnenuntergang und die Fotohighlights. Den Abstieg im Dunkeln genießen wir eher weniger, das war es aber definitiv wert. Wir kehren ein auf unserem Campground, die Nächte hier sind kalt, aber in unserem feinen Luxusmobil lässt es sich gut aushalten.

Tag 9: Heute starten wir früh los um eine der bekanntesten Wanderungen zu unternehmen. Netterweise hat man hier morgens noch seine Ruhe, da die Tagestouristen noch auf sich warten lassen…Wir nehmen also den Aufstieg zu den Vernal Falls über den Mist Trail in Angriff, gefolgt von einem weiteren Aufstieg zu den Nevada Falls. Gerade der erste Teil ist ganz schön anstrengend, aber es macht auch richtig Spaß, vor allem weil wir nette Wandergesellen aus Südkalifornien finden – einen Orchesterdirigenten mit seiner Tochter (Medizinstudentin). Auf dem Rückweg entscheiden wir uns für den etwas längeren aber flacheren John Muir Trail über den Clark Point. Das ist eine gute Entscheidung, denn man hat fast den ganzen Abstieg eine bombastische Aussicht. Glücklich und zufrieden aber erschöpft kommen wir nach 5 Stunden, etwa 13km insgesamt und 700 Höhenmeter Aufstieg wieder am Campground an und hängen den Rest des Tages in den Seilen.

Tag 10: Heute verlassen wir das Yosemite Valley um andere Teile des Nationalparks zu erkunden. Wir kurven durch die Landschaft bis nach Toulumne Meadows, einer Hochebene kurz vorm Pass. Hier wandern wir auf den Lembert Dome, einen Felsen von dem man eine wunderbare Aussicht über die Ebene hat und dann weiter zum Dog Lake, den wir einmal umrunden. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause geht es weiter zur Tuolumne Grove of Giant Sequoias wo man mehrere tausend Jahre alte Sequoias bestaunen kann. Besonders interessant ist der Tunnel tree, durch den im 19ten Jahrhundert eine Straße gebaut wurde. Und schon steht unsere letzte Nacht im Yosemite Valley an und wir haben leider immer noch keinen Bären gesehen.

Tag 11: Der heutige Tag wird voll und ganz der reinen Form des Roadtrippens gewidmet: Fast 8 Stunden Fahrt – etwa 1.5 Stunden brauchen wir aus dem Nationalpark raus und danach geht es stundenlang durch die Steppe Nevadas. Sklavisch wechseln wir uns alle 1.5 Stunden ab, denn die Einschlafgefahr kann man hier deutlich spüren. Irgendwie trotzdem geil. Wir übernachten auf dem Ward Mountain Campground bei Ely, einem Provinzstädtchen in Nevada.

Tag 12: Weiter geht es durch Nevada bis nach Idaho. Kurz hinter der Grenze passieren wir die Bonneville Salt Flats: rechts und links vom Highway erstreckt sich kilometerweit die Salzwüste. Ein ziemlich beeindruckender Anblick, vor allem weil wir hier überhaupt nicht damit gerechnet haben, man verbindet Salzwüsten schließlich immer mit Südamerika, aber dann müssen wir dort wohl nicht mehr hin;-) Da wir uns Salt Lake City samt Salzsee nähern, ist es dann aber doch wohl gar nicht so überraschend. Der Salt Lake war einst sehr viel größer und daraus ist die Salzwüste entstanden. Salt Lake City selber lassen wir links liegen und steuern direkt unseren Campground im Antelope Island State Park an, einer Halbinsel im Salt Lake. Den Eintritt bekommt man als Campinggast geschenkt und dazu noch so einiges geboten. Die Insel ist Heimat von großen Bisonherden, Hirschen und Antilopen und wir verbringen den Nachmittag mit einer waschechten Safari, nach Afrika müssen wir also auch nicht mehr.

Tag 13: Weiter geht es quer durch Idaho. Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sehen aber wir müssen alle diese vielen Kilometer fahren um zum Yellowstone Nationalpark zu kommen, für den wir sogar 3 Nächte auf dem selben Campingplatz ergattern konnten. Wir fahren also durch die Gegend und übernachten sehr nett am Rendezvous Beach am Bear Lake in der Nähe von Garden City.

Tag 14: Weiter geht es gen Yellowstone, wieder ohne große Highlights aber mit sehr nettem Schlafplatz am Pallisade Lake.

Tag 15: Endlich wird es spannend. Um Yellowstone zu erreichen, müssen wir erstmal den kompletten Grand Teton Nationalpark durchqueren, oder auch Great Trenton wie David zu sagen pflegt. Wir haben leider keine Zeit hier länger zu verweilen aber auch am Straßenrand gibt es schon so einiges an spektakulären Ausblicken. Mittags erreichen wir am Südtor den Yellowstone Nationalpark und klappern auf dem Weg zum Madison Campground in der Parkmitte schon so einige Highlights ab. Wir bestaunen die ersten heißen Quellen in allen erdenklichen Farben am West Thumb Geysir Basin und am Biscuit Geysir Basin. Wir halten auch beim Grand Prismatic Pool, der drittgrößten heißen Quelle der Welt und einem der Highlights vom Yellowstone. Wir sind allerdings etwas überfordert mit den Touristenmassen und finden den Blick vom Holzwanderweg eher wenig befriedigend. Wir entdecken Wanderer auf einem Hügel von wo man einen tollen Blick haben muss und nehmen und das für die Folgetage vor. Das echte Highlight des Tages passiert überraschend am frühen Abend, wo eine ganze Herde Bisons einfach durch unseren Campground marschiert. Nicht ganz ungefährlich, aber definitiv ein außergewöhnliches Erlebnis.

Wie es im Yellowstone und danach weiter geht erfahrt ihr bald.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.